Sagenumwobene Gegend – der Ortasee in Italien

lagowebSchon zu prähistorischen Zeiten war der Ortasee ein Anziehungspunkt für die unterschiedlichsten Stämme aus Mitteleuropa. Gallier und Kelten bewohnten die herrliche Landschaft ebenso wie die alten Römer. Alle Stämme hinterließen nicht nur ihre kulturellen Spuren, sondern auch viele Legenden rund um den Ortasee. 

Zum geschichtlichen Exkurs an den Ortasee

An den Ufern des Ortasees fühlen sich Kulturliebhaber fast wie die Gallier, ähnlich wie Asterix und Obelix, die sich der Kolonisierung durch Rom lange widersetzten. Doch während der Zeit des Römischen Reiches mussten sich die zähen Gallier irgendwann den hartnäckigen Kolonisierungsversuchen der alten Römer geschlagen geben. Wer heute den Ortasee besucht, findet überall in der Umgebung Spuren des alten Römischen Reiches, die jeden Hobbyarchäologen in ihren Bann ziehen.

Sagenhafte hundert Kirchen am Ortasee

Es war gegen Ende des 4. Jahrhunderts als sich das Christentum für die Gegend um den Ortasee zu interessieren begann. Der Kaiser Theodosius sandte die griechischen Brüder Julian und Julius aus Ägina aus, um die Gegend um den Ortasee von heidnischen Tempeln zu befreien und an deren Stellt Kirchen zu errichten. Die Brüder hatten sich ein hohes Ziel gesetzt, denn sie wollten ganze 100 Kirchen bauen. Nachdem die 99. Kirche fertig war, beschlossen die Brüder sich in der hundertsten ein Denkmal zu setzen, indem sie auch ihre letzte Ruhestätte finden wollten. Julian blieb in Gozzano am südlichen Ufer des Ortasees zurück, während sich Julius auf den Weg gen Norden machte. Eine kleine unbewohnte Insel mitten im Ortasee, welche von Drachen und Schlangen beherrscht wurde, hatte Julius auserkoren, um seine 100. Kirche zu bauen. Julius breitete laut der Sage seinen Mantel über den Ortasee, erreichte so die Insel und vertrieb alle Drachen, Schlangen und Dämonen. Ungefähr an der gleichen Stelle, an der sich heute die Basilika von San Giulio befindet, baute Julius seine hundertste Kirche, in der er im Jahre 392 begraben wurde.


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